Wir berichteten bereits über die wichtige Funktion, die ein Testamentsvollstrecker einnimmt und auf welchem Wege ein solcher bestimmt werden kann. Eine aktuelle Entscheidung des Oberlandesgerichts Bremen schafft noch weitergehend Rechtsklarheit.

So ist es Notaren grundsätzlich nicht erlaubt, sich selbst, einen Verwandten oder den Ehegatten zu bevorteilen. Das bedeutet, sie können bspw. kein Testament beurkunden, welches sie selbst als Testamentsvollstrecker vorsieht. Das Gericht hatte nun aber einen Fall zu entscheiden, in dem die Erblasserin ihr Testaments notariell beurkunden ließ und in diesem bestimmte, dass sie in einer zweiten Niederschrift, separat in einem verschlossenen Umschlag, den, das Testament beurkundende, Notar als Testamentsvollstrecker bestimmen würde. Die Richter entschieden, dass dies möglich und damit wirksam ist, da der Notar selbst nur das Testament, nicht aber die separate Niederschrift beurkundete.

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Quelle: n-tv.de; Ratgeber vom 8. Juni 2016