Wir berichteten schon einige Male von der Person und Funktion des „Testamentvollstreckers“ in unseren Beiträgen Der Testamentsvollstrecker transparent: Aufgaben, Haftung und mehr sowie Testamentsvollstrecker – Ein Segen für den Familienfrieden.

Der Bonner Rechtsanwalt Eberhard Rott von der Arbeitsgemeinschaft Erbrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) sowie Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Testamentsvollstreckung und Vermögenssorge e.V. (AGT) gibt in einem kürzlich erschienenen Artikel vom 3.11.2015 weitere Tipps... rund um den Testamentsvollstrecker.

 

So empfiehlt Herr Eberhard Rott, die Wahl des Testamentsvollstreckers tendenziell nicht auf ein Familienmitglied fallen zu lassen, was aber gesetzlich möglich wäre: „Das betont den Erben gegenüber, dass der Testamentsvollstrecker neutral ist und selbst keine eigenen Ziele verfolgt, sondern nur den Willen des Erblassers vertritt.“

Auch sollte der Unterschied zwischen einer sogenannten Abwicklungs- und der sog. Dauertestamentsvollstreckung beachtet werden. Während der Abwicklungsvollstreckung ruht das Vermögen des Erblassers, d.h. das Erbe wird schlicht unter den einzelnen Erben aufgeteilt.

In vielen Fällen kann aber auch die Dauertestamentsvollstreckung sinnvoll sein: „Mancher Erblasser will etwa einem Kind Vermögen hinterlassen und dieses von einem Testamentsvollstrecker verwalten lassen, bis es volljährig ist.“ führt Erbrechtsexperte Eberhard Rott aus. Auch kann dies steuerliche Vorteile haben, sodass die Dauertestamentsvollstreckung laut Rott häufig bei Familien aus dem Adel oder der Großindustrie gewählt wird, um den Nachlass zusammenzuhalten.

Sie haben weitere Fragen zur Testamentsvollstreckung oder überlegen, eine solche auch für Ihren Nachlass anzuordnen?

Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Quelle: http://www.anwaltauskunft.de