Gesundheitsfragen, Operationen, Finanzen oder die Wohnung. Wer kümmert sich, wenn Sie einen Unfall haben und im Koma liegen? Auch die Frage, ob lebenserhaltende Maßnahmen getroffen werden sollen, dürfen Sie nicht dem Zufall überlassen.

Unser Tipp: Wenn Sie noch keine Vorsorgevollmacht verfasst haben, dann holen Sie das schnell nach. Sie denken: „Ach das hat noch Zeit“? Nein, vor Schicksalsschlägen ist niemand gefeit. Anderenfalls besteht die Möglichkeit, dass das Gericht einen Betreuer bestellt, der für Sie sämtliche Fragen entscheidet, die sie im Unglücksfall nicht selbst treffen können.

Die Vollmacht entbindet außerdem Ärzte und Banken (bei Bankvollmachten gibt es einzelne Besonderheiten zu beachten) von der Schweigepflicht, die ansonsten selbst gegen die nächsten Angehörigen und Ehepartner bestehen würde. Auch möglich ist es, mehrere Bevollmächtigte zu bestellen, die sich jeweils um bestimmte Aufgaben kümmern. Wie in unserem Beitrag "ACHTUNG: Der Kontrollbevollmächtigte als Retter in der Not – Wieso er unerlässlich ist" beschrieben, können Sie zusätzlich einen Kontrollbevollmächtigten beauftragen, der die Bevollmächtigten kontrolliert.

Eine Vorsorgevollmacht kann handschriftlich verfasst werden, muss jedoch Ort und Datum sowie den Verfasser erkennen lassen. Für bestimmte Aufgaben, die der Bevollmächtigte übernehmen soll, ist außerdem eine öffentliche Beglaubigung erforderlich, wie etwa bei der Übertragung einer Immobilie. Bei größerem Vermögen oder Angehörigenbestand ist daher in jedem Fall anzuraten, sich professionell beraten zu lassen. Dafür ist es hilfreich, wenn Sie sich vorab konkrete Gedanken machen, welche Vorgehensweise Sie im Ernstfall wünschen.

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Quelle: n-tv.de; Isabell Noé „Regeln für den Ernstfall vereinbaren. Was eine Vorsorgevollmacht bedeutet“; zuletzt aufgerufen am 27.08.2015